4.7 von 7 Bewertungen

Charlotte Royal

Charlotte Royal
Drucken Pinnen

Aus der Konditorei kenne ich die Charlotte Royal als die elegantere Schwester der klassischen Charlotte: winzige Biskuit-Schnecken kleiden die Schüssel aus, statt einzelner Löffelbiskuits, und im Anschnitt entsteht dieses zarte Spiralmuster, das einfach hübsch ist. Ich arbeite hier mit einem klassischen Schalotten-Biskuit vom Blech, gekochter Erdbeermarmelade und einer luftigen Creme aus Sahne und steifgeschlagenem Eiweiß, dazu ein dünner Mürbeteig-Boden für die nötige Stabilität beim Stürzen.

Den Biskuit rolle ich von der langen Seite einmal zur Hälfte auf, so bekomme ich zwei dünnere Rollen und am Ende richtig zarte Schnecken statt klobiger Scheiben. Im Inneren steckt eine zweite Schicht aus Beeren-Sahne-Creme mit frischen Himbeeren, die ich gerne mit einem Löffel Marmelade extra fruchtig abschmecke. Wichtig ist nur eines: die Biskuit-Rollen vor dem Schneiden eine Stunde kühlen, sonst zerquetscht jedes Messer die feine Spirale und die Optik ist hin. Hier kommt mein Rezept für die klassische Charlotte Royal mit Beerencreme:

Rezeptvideo

Vorbereitung
10 min
Backzeit
5 min
Ruhezeit
n/a
Gesamt
15 min

Zutaten

Portionen
10 Portionen

Biskuit

  • 3 x
    Eier
  • 3 x
    Eigelb
  • 120 g
    Zucker
  • Prise
    Salz
  • 100 g
    Mehl
  • 15 g
    Speisestärkeoder Vanillepuddingpulver

Mürbeteig

  • 40 g
    Zucker
  • 80 g
    Butterweich
  • 120 g
    Mehl
  • Prise
    SalzZitronenabrieb oder Vanillemark, optional

Himbeermousse

  • 1 x
    Eiweiß
  • 2 EL
    Zucker
  • 250 ml
    Sahne
  • 1 Handvoll
    HimbeerenFrisch oder TK
  • 2 Päckchen
    Sahnesteig

Sahnecreme

  • 250 ml
    Sahne
  • 2 EL
    Zucker
  • 1 Päckchen
    Sahnesteif

Ausserdem

  • 2-3 EL
    Marmelade, rotrot
  • 100 ml
    Sahne
  • 10 x
    Himbeeren
  • Pistaziengemahlen

Schritte

  1. Biskuit

    1. Ofen auf 190°C Umluft vorheizen. Blech mit Backpapier auslegen.

    2. Eier, Eigelb, Zucker & Salz 10 Minuten aufschlagen.

    3. Trocknene Zutaten mischen und auf den Eierschaum sieben, mit Liebe unterheben.

    4. Die Masse gleichmäßig auf das Blech verstreichen und etwa 5 Minuten hellbraun backen, danach vom Blech nehmen und mit einem Geschirrtuch abdecken und komplett auskühlen lassen.

    5. Den Biskuit stürzen & das Backpapier entfernen & die Marmelade darauf verstreichen.

    6. Entweder von der langen Seite her bis zur Hälfte aufrollen, schneiden & die zweite Hälfte aufrollen sodass man 2 dünne Rollen hat für kleine Schnecken, oder von der kurzen Seite aufrollen für große Schnecken. Die Rollen für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank lagern, davor mit dem verwendeten Backpapier einrollen.

  2. Mürbeteig

    1. Ofen auf 190°C Umluft vorheizen.

    2. Die Zutaten zu einem Teig verkneten und auf einem Backpapier ausrollen. Nach Bedarf mit etwas Mehl aushelfen damit nichts am Nudelholz kleben bleibt.

    3. Die Schüssel nehmen und auf den Ausgerollten Teig drücken um ihn auszustechen. Den ausgestochenen Teig mit einer Gabel großzügig einstechen. (Meine Schüssel hatte einen Durchmesser von 22cm).

    4. Den Mürbeteigboden etwa 8-12 Minuten backen, sodass er goldig braun ist, danach aus dem Ofen nehmen und noch heiss erneut mit der Schüssel ausstechen, danach komplett auskühlen lassen.

  3. Zusammensetzten

    1. Schüssel mit Frischhaltefolie auslegen. Biskuitrollen mit einem feingezahnten Messer in 1cm starke Schnecken schneiden. Die Schnecken in der Schüssel eng an einander legen bis zur Schüsselkante.

    2. Himbeeren halbieren oder leicht mit einer Gabel zerdrücken.

    3. Eiweiß mit Zucker steif schlagen. Sahne mit Sahnesteif aufschlagen. Sahne & Eiweiß vermengen und Himbeeren unterheben, nach Wunsch auch nochmal 2-3 EL Marmelade einrühren.

    4. Die Creme in die Form geben und mit den restlichen Schnecken gleichmäßig bedecken.

    5. Sahne mit Zucker & Sahnesteif steif schlagen, auf die Schnecken geben, mit dem Mürbeteig abdecken. Die Charlotte mindestens 3 Stunden, am besten über Nacht abgedeckt/leicht beschwert kühlen.

  4. Garnitur

    1. Eine Servierplatte auf die Torte stürzen und die Torte dann richtig rum stürzen. Schüssel & Folie entfernen. Sahne steif schlagen und mit einem Spritzbeutel auf die Torte spritzen. Mit Himbeeren & Pistazien ausgarnieren.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich statt Erdbeermarmelade eine andere nehmen?
Ja, total. Ich nehme hier gekochte Erdbeermarmelade, aber Brombeer- oder Aprikosenmarmelade funktionieren genauso gut. Wichtig ist nur, dass sie nicht zu flüssig ist, sonst weicht sie den Biskuit beim Aufrollen durch.
Kann ich pasteurisiertes Eiweiß statt rohem nehmen?
Auf jeden Fall. In gut sortierten Supermärkten gibt es mittlerweile abgekochtes Eiweiß in der Kühlabteilung, in Flaschen oder Tetra Paks. Das schlägt sich genauso steif wie frisches Eiweiß und nimmt euch die Sorge mit dem Rohei komplett ab.
Wie lange muss die Charlotte Royal durchziehen?
Mindestens über Nacht. Ich stelle sie nach dem Zusammensetzen mit Deckel oder Folie abgedeckt in den Kühlschrank, damit Biskuit, Creme und Marmelade richtig zusammenwachsen. Unter acht Stunden ist die Charlotte beim Stürzen noch zu instabil.
Welche Schüsselgröße eignet sich am besten?
Eine halbrunde Schüssel mit etwa 1,5 bis 2 Litern Fassungsvermögen ist mein Favorit, weil die typische Kuppelform dann richtig schön zur Geltung kommt. Wichtiger als die exakte Größe: die Form sollte glatte Wände haben, damit sich die Frischhaltefolie sauber anlegt.
Kann ich die Charlotte Royal auch mit Zitronencreme machen?
Klar, die Charlotte Royal verträgt viele Variationen. Statt Erdbeer-Sahne-Creme passt eine Zitronencreme richtig gut, genauso wie Mandarinen, Kirschen oder Brombeeren. Ich würde nur darauf achten, dass die Füllung am Ende stabil genug ist zum Stürzen, also gegebenenfalls mit etwas mehr Sahnesteif arbeiten.
Warum den Biskuit von der langen Seite zur Mitte aufrollen?
Damit die Schnecken kleiner und feiner werden. Wenn ich den Biskuit komplett von einer Seite zur anderen aufrolle, bekomme ich eine fette Rolle und entsprechend grobe Schnecken. Zur Mitte aufgerollt entstehen zwei dünnere Rollen und am Ende dieses zarte, edle Spiralbild im Anschnitt.

Kommentare

  • Hallo, liebe Lisa.
    Da die Torte sooo lecker ist, werde ich sie zu meinem Geburtstag backen 🥰.

  • Hast Du keine Probleme damit, Eischnee zu benutzen ohne ihn zu erhitzen? In der Gastronomie hätte ich damit ein Hygieneproblem!

    • Ich benutzte regelmäßig pasteurisiertes Ei wenn ich Hochzeitstorten mache. Bei kleinen Projekten wie hier reicht aber auch normales, frisches Eiweiß. Gerade Eiweiß ist, wenn es super frisch ist nahezu unbedenklich im Verzehr! Wer sich wohler damit fühlt kann es natürlich erhitzen oder direkt pasteurisiertes kaufen 🙂

  • Liebes, die sieht so so lecker aus. Ich esse sie sehr gerne, habe sie aber noch nie selber gemacht. Durch deine tolle Anleitung muss ich mich da echt mal dran wagen.
    Vielen Dank

  • Hallo Lisa, ist eine tolle Idee und ein Klassiker. Danke für das tolle Video.

  • Hallo, liebe Lisa. Die Charlotte royal sieht so lecker aus. Die werde ich bei der nächsten Gelegenheit mit Sicherheit nachmachen ????. Liebe Grüße, Karin.

Hinterlasse deinen Kommentar