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Spekulatius Schleifen

Spekulatius Schleifen
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In der Konditorei-Ausbildung gab es bei uns früher den klassischen Mandelspekulatius, und genau diese kleinen Schleifen erinnern mich bis heute daran. Sie sind das perfekte Gebäck für die ersten kühlen Tage im November, wenn man Lust auf etwas Weihnachtliches bekommt, ohne gleich eine ganze Plätzchen-Produktion zu starten. Ich arbeite mit braunem Zucker und einer kräftigen Prise Spekulatiusgewürz, dazu gehobelte Mandeln auf dem Blech, das gibt den typischen Karamell-Mandel-Geschmack, den fertige Spekulatius aus dem Supermarkt einfach nicht hinkriegen.

Der Trick liegt in der Ruhezeit: mindestens eine Stunde im Kühlschrank, damit sich der braune Zucker richtig auflösen kann und der Teig beim Ausrollen nicht mehr krümelt oder kristallig schmeckt. Geschnitten werden die Streifen so zehn mal zwei Zentimeter, einmal um sich selbst gedreht, fertig ist die Schleife. Beim Aufs-Blech-Legen schiebe ich sie eher zusammen statt auseinander, dann brechen sie später beim Naschen nicht so schnell. Hier kommt mein Rezept für die Spekulatius Schleifen mit Mandeln:

Rezeptvideo

Vorbereitung
10 min
Backzeit
14 min
Kühlzeit
2 Std.
Gesamt
2 Std. 24 min

Zutaten

Portionen
30 Stück
  • 60 g
    Butterweich
  • 30 g
    Zucker
  • 40 g
    Zuckerbraun
  • 1 Prise
    Salz
  • 1/2 TL
    Spekulatiusgewürz
  • 1 x
    Ei
  • 130 g
    Mehl
  • 20 g
    Haselnüssegemahlen

Das brauchst du

Schritte

  1. Butter, Zucker, Zucker & Salz vermengen.

  2. Ei, Mehl, Gewürz und Haselnussgrieß dazu geben und einarbeiten.

  3. Den Teig flach gedrückt in der Schüssel mit einem Teller abgedeckt mindestens eine Stunde kühlen.

  4. Ofen auf 190°C Umluft vorheizen.

  5. Mit etwas Mühe den Teig weich kneten, bei Bedarf etwas Mehl auf die Arbeitsfläche geben, dann ausrollen.

  6. Den ausgerollten Teig in 1cm x 10cm kleine Streifen schneiden, aufdrehen und auf ein Backblech, belegt mit Backpapier, legen.

  7. Nach Wunsch die Schleifen mit etwas Wasser besprühen und Mandeln gestreuen.

  8. Im Ofen goldig ausbacken, dann auskühlen lassen und mit Puderzucker garnieren.

Häufig gestellte Fragen

Kann man Spekulatius auch ausstechen statt zu schneiden?
Klar, das geht super. Ich rolle den Teig einfach auf zwei bis drei Millimeter aus und steche dann mit klassischen Plätzchenformen aus. Die typischen Spekulatius-Modeln gibt es auch zum Reindrücken, dann kriegt der Teig direkt das Muster. Für meine Schleifen brauche ich aber gar keine Form, da reicht ein scharfes Messer und ein Lineal.
Wie mische ich Spekulatiusgewürz selber, wenn ich keins zu Hause habe?
Eine einfache Mischung ist Zimt als Hauptgewürz, dazu eine Spur Kardamom, etwas Nelke und ein bisschen Piment. Ich mische ungefähr zwei Teelöffel Zimt, einen halben Teelöffel Kardamom und je eine Messerspitze Nelke und Piment. Wer mag, gibt noch etwas Muskat oder Ingwer dazu. Hauptsache: warm und weihnachtlich.
Ist Spekulatius dasselbe wie Biscoff?
Im Grunde ja, Biscoff ist die belgische Version vom Spekulatius und sehr ähnlich gewürzt. Der Unterschied liegt im Detail: Biscoff ist meistens dünner und knuspriger gebacken, deutscher Spekulatius oft etwas dicker und weicher in der Mitte. Geschmacklich sind beide aus derselben Familie.
Wofür kann ich Spekulatiusgewürz noch verwenden?
Ich nutze es total gerne in Lebkuchen, Christstollen und für Apfelkompott im Winter. Auch in einem warmen Milchreis oder über Vanilleeis macht es sich super. Eine Prise im Cappuccino verwandelt den Kaffee in ein richtiges Wintergetränk. Spekulatiusgewürz passt überall da rein, wo man sonst Zimt nehmen würde, und gibt mehr Tiefe.
Wie lange halten sich die Spekulatius Schleifen?
In einer gut verschlossenen Blechdose halten sich die Schleifen zwei bis drei Wochen. Wichtig ist, dass sie vor dem Einlagern komplett ausgekühlt sind, sonst wird die Dose innen feucht und die Schleifen werden weich. Ich lege ein Stück Brot mit rein, das hält den Teig schön mürbe.
Warum muss der Teig so lange in den Kühlschrank?
Die Stunde Ruhezeit hat zwei Gründe: die Butter wird wieder fest, sodass der Teig sich besser ausrollen lässt, und der braune Zucker bekommt Zeit, sich aufzulösen. Wenn man das überspringt, ist der Teig kristallig und beim Backen schmecken die Schleifen körnig statt karamellig.

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