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Klassische Löffelbiskuit

Klassische Löffelbiskuit
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Beim Abbrechen einer richtig gelungenen Löffelbiskuit hört man den typisch trockenen Sound, und genau diese knusprige Beschaffenheit will ich euch heute zeigen. Ich habe mich ehrlich gesagt eine Weile davor gedrückt, euch das Rezept zu zeigen, weil es so simpel ist. Aber die Nachfrage war ständig da, und so wie ich die Stäbchen damals in der Konditorei gelernt habe, kommen sie aus genau vier Zutaten plus einer Prise Salz.

Mein Trick aus der Backstube: Ich kippe die aufgespritzten Stäbchen vor dem Backen in Kristallzucker statt Puderzucker, das gibt die rustikale Kruste, die ich an klassischen Biskuitstäbchen so mag. Wichtig ist nur eines: zuerst das Eiweiß aufschlagen, dann erst die Eigelbe, sonst kriegt ihr das Eiweiß durch den Fettgehalt der Eigelbe nicht mehr steif. Hier kommt mein Rezept für klassische Löffelbiskuit, so wie ich sie damals gelernt habe:

Rezeptvideo

Vorbereitung
10 min
Backzeit
50 min
Ruhezeit
n/a
Gesamt
1 Std.

Zutaten

Portionen
55
  • 80 g
    Zucker
  • 4 x
    Eigelb
  • 4 x
    Eiweiß
  • 1 Prise
    Salz
  • 1 Päckchen
    Vanillinzucker
  • 85 g
    Mehl

Schritte

  1. Ofen auf 190°C Ober/Unterhitze vorheizen.

  2. Eiweiß mit 2/3 des Zuckers, Vanillinzuckers & Salz steif schlagen.

  3. Eigelb mit dem restlichen Zucker stark aufschlagen bis sich das Volumen verdoppelt hat & die Farbe in ein helles, pastell gelb geändert hat.

  4. Das Eiweiß in 2 – 3 Portionen unter das Eigelb heben. Das Mehl auf die Schaummasse sieben und vorsichtig & mit Liebe unterheben.

  5. Die Masse mit einem Spritzbeutel & einer Runden Tülle auf Backpapier spritzen.

  6. Entweder die Löffelbiskuit gleichmäßig mit Puderzucker beschneien oder das Backpapier auf Zucker stürzen und wieder zurück aufs Backblech drehen.

  7. Sofort in den vorgeheizten Backofen in die Mitte des Ofens schieben. Für 12 – 14 Minuten backen, bis die Löffelbiskuit goldbraun sind.

Häufig gestellte Fragen

Was unterscheidet klassische Löffelbiskuit von Biskotten oder Biskuitstäbchen?
Im Grunde ist das alles dasselbe Gebäck. Biskotten ist die österreichische Bezeichnung, Biskuitstäbchen die deutsche Form, klassische Löffelbiskuit der allgemeine Name. Die Basis ist immer eine getrennt aufgeschlagene Biskuitmasse aus Eiern, Zucker und Mehl, die in Stäbchenform aufgespritzt und knusprig gebacken wird.
Warum muss ich das Eiweiß zuerst aufschlagen und dann erst das Eigelb?
Eigelbe haben einen sehr hohen Fettgehalt, und Fett ist der Feind von steif geschlagenem Eiweiß. Wenn ihr nur eine Schüssel und einen Schneebesen habt und das Eigelb zuerst aufschlagt, bekommt ihr das Eiweiß danach nie mehr steif, weil Reste am Schneebesen und in der Schüssel hängen. Andersrum ist das den Eigelben aber egal, da müsst ihr den Besen nicht mal saubermachen.
Soll ich klassische Löffelbiskuit lieber mit Puderzucker oder mit Kristallzucker bestreuen?
Beides geht. Puderzucker einfach durch ein Sieb über die aufgespritzten Stäbchen geben, das ist die unkomplizierte Variante. Ich mag aber die Kristallzucker-Methode lieber: dafür gleichmäßig Zucker auf die Arbeitsfläche verteilen und das Backpapier mit den Stäbchen darauf stürzen. Damit werden sie etwas trockener und kriegen die typische knusprige Kruste, das ist Geschmackssache.
Wie spritze ich die Löffelbiskuit gleichmäßig groß auf?
Das ist Übungssache und braucht ein bisschen Druckgefühl im Spritzbeutel. Wenn euch die Optik wichtig ist, könnt ihr auf das Backpapier mit Bleistift Linien als Vorlage zeichnen und das Papier dann umdrehen. Die Linien scheinen leicht durch und ihr habt eine Orientierung. Nach dem dritten oder vierten Stäbchen kommt ihr in die Übung, dann geht das rucki zucki.
Woran erkenne ich, dass meine klassische Löffelbiskuit fertig gebacken sind?
Sie müssen richtig knusprig sein und eine schöne goldgelbe Farbe haben. Klassische Löffelbiskuit sind von der Beschaffenheit her eher trocken, das ist gewollt, gerade wenn ihr sie für Tiramisu oder Charlotte verwenden wollt. Nach dem Backen komplett auf dem Blech auskühlen lassen, sonst werden sie weich. Erst dann lösen und weiterverarbeiten.
Wofür kann ich klassische Löffelbiskuit verwenden?
Da habt ihr freie Wahl. Der Klassiker ist natürlich Tiramisu, weil die Stäbchen Flüssigkeit super aufnehmen, ohne zu zerfallen. Genauso gut funktionieren sie als Boden oder Rand für Charlotte, in Schichtdesserts mit Mandarinen oder Erdbeeren oder einfach pur zum Kaffee. Ich habe euch das Grundrezept gezeigt, damit ihr eine zuverlässige Basis habt.

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