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Cruffins

Cruffins
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Frisch aus dem Ofen, butterzart, mit hauchdünnen Plunderschichten und einer leichten Zucker-Karamellisierung an der Außenseite: Cruffins sind der Hybrid aus Croissant und Muffin, der seit ein paar Jahren durch Berlin, London und Riga geht. Statt mit fertigem Blätterteig zu schummeln, mache ich hier echten Plunderteig mit kalter Milch und Buttertouren, wie ich ihn in der Konditor-Ausbildung gelernt habe. Das ist die ehrliche Variante und schmeckt einfach hundertmal besser.

Drei einfache Touren, dazwischen jeweils eine ordentliche Kühlpause, dann in Streifen schneiden, einrollen und in Muffinformen backen. Wichtig ist nur eines: der Teig muss zwischen den Touren wirklich kalt sein, sonst verbindet sich die Butter mit dem Teig und ihr bekommt kein Schichtgebäck, sondern Briochebrötchen. Plant am besten zwei Tage ein, das macht den Unterschied. Hier kommt mein Rezept für ehrliche Cruffins aus Plunderteig:

Rezeptvideo

Vorbereitung
20 min
Backzeit
n/a
Kühlzeit
8 Std.
Gesamt
8 Std. 20 min

Zutaten

Portionen
10 Stück

Teig

  • 500 g
    Mehl
  • 30 g
    Butterweich
  • 75 g
    Zucker
  • 250 ml
    Milch
  • 25 g
    HefeFrisch
  • 5 g
    Salz

Ausserdem

  • 250 g
    Butterfür die Butterplatte
  • Zucker zum ausrollen
  • 1 x
    Eiverquirlt

Schritte

  1. Die Butter etwa 30 Minuten "aufwärmen" lassen, dann in Stücke schneiden um sie auf Backpapier auszulegen und eine Butterplatte daraus zu formen.

  2. Die Butterplatte um Kühlschrank lagern bis der Teig bereit ist.

  3. Teig

    1. All-in-Teig, dh. alle Zutaten zu einem Teig verkneten, dann flach gedrückt, in Backpapier eingewickelt mindestens drei Stunden, besser aber über Nacht Kühlen.

    2. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf die dopellte Größe der Butterplatte ausrollen, die Butterplatte einlegen, zuklappen und ausrollen.

    3. Beim Ausrollen sollte eine rechteckige Form angepeilt werden, sodass man den Teig wie einen Brief, in drei Teile falten kann. Den Teig dann um 90° drehen und erneut rechteckig ausrollen und wie einen Brief falten.

    4. Den Teig nun nochmals 60 Minuten abgedeckt kühlen. In der Zwischenzeit ein Muffinblech mit Papierchen auslegen.

    5. Den Teig erneut rechteckig ausrollen und wie einen Brief falten, dann das Mehl wegfegen und für das finale ausrollen, die Arbeitsplatte mit Zucker bestreuen.

    6. Für die Cruffins, den Teig nun zu einer Schnecke einrollen und in Stücke schneiden die von den Maßen in die Muffinförmchen passen.

    7. Vor dem backen, die Cruffins abgedeckt etwa 30 Minuten ruhen lassen, dann mit etwas verquirltem Ei bestreichen und im heissen Ofen ausbacken bis sie goldig sind.

    8. 190°C Umluft. Etwa 20 Minuten.

    9. Nach dem Backen, die Cruffins auf einem Gitter auskühlen lassen, Am besten noch warm genießen.

Häufig gestellte Fragen

Was sind Cruffins eigentlich genau?
Cruffins sind ein Hybrid aus Croissant und Muffin, daher der Name. Der Teig ist ein klassischer Plunderteig mit Buttertouren wie beim Croissant, aber gebacken wird das Ganze in Muffinformen. Daraus entsteht ein hohes, geschichtetes Gebäck mit knuspriger Außenseite und butterzartem, blättrigem Inneren. In Berlin, London und Riga gibt es kleine Bäckereien, die sich auf Cruffins spezialisiert haben.
Kann ich Cruffins auch mit fertigem Blätterteig oder Croissantteig machen?
Ja, das geht als Schnellvariante. Fertigen Blätterteig oder Croissantteig aus dem Kühlregal aufrollen, mit Zimtzucker oder Nuss-Nougat-Creme bestreichen und dann zu Schnecken aufrollen, die in Muffinformen kommen. Geschmacklich ist das aber eine ganz andere Liga als selbstgemachter Plunderteig. Wenn ihr es einmal mit echtem Tourierteig probiert habt, gibt es kein Zurück mehr, versprochen.
Wie viele Kalorien hat ein Cruffin?
Das hängt stark von Größe und Füllung ab. Mein klassischer Cruffin ohne zusätzliche Füllung liegt bei rund 350 bis 400 Kalorien pro Stück, weil ein ordentlicher Anteil Butter im Teig ist. Mit Nutella- oder Vanillepudding-Füllung kommen noch mal 50 bis 100 Kalorien dazu. Sind also definitiv nichts für jeden Tag, aber ein super Sonntags-Gebäck zum Kaffee.
Wie lange dauert das Rezept insgesamt?
Reine Arbeitszeit sind etwa 90 Minuten, der Rest ist Kühlzeit. Ich verteile das immer auf zwei Tage: Tag eins Hefeteig ansetzen und Butterplatte vorbereiten, Tag zwei tourieren, formen und backen. Wer es an einem Tag schaffen will, braucht morgens für den Hefeteig und mittags für die Touren mit Pausen mindestens sechs Stunden. Aber: gut Ding will Weile, und genau das macht die Schichten so schön.
Womit kann ich Cruffins füllen?
Klassisch mit Zimtzucker als Franzbrötchen-Variante, das ist mein persönlicher Favorit. Sehr beliebt sind auch Nutella, Pistaziencreme, Vanillepudding oder Marmelade. Die Füllung kommt entweder vor dem Aufrollen auf den Teig oder nach dem Backen mit einer Spritztülle ins Innere. Bei selbstgemachtem Plunderteig empfehle ich, mit den Füllungen sparsam zu sein, damit ihr die Butterschichten noch deutlich schmecken könnt.
Warum sind meine Cruffins beim Backen nicht aufgegangen?
Drei Gründe habe ich beim Testen gefunden: Erstens, Trockenhefe statt frischer Hefe. Hat bei mir nicht zuverlässig funktioniert, frische Hefe ist hier wirklich besser. Zweitens, die Butter war zu warm und ist beim Tourieren in den Teig gequetscht worden, dann gibt es keine Schichten mehr. Drittens, zu kurze Garzeit vor dem Backen. Eine Stunde an einem warmen Ort sollte es schon sein, damit die Hefe Power hat zum Aufgehen im Ofen.

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