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Quarkkuchen mit Streusel

Quarkkuchen mit Streusel
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In der Konditorei lernt man als Erstes, dass ein guter Quarkkuchen nicht aus einem Mürbeteigboden mit fester Käsemasse besteht, sondern aus einem fluffigen Hefeteig, einer cremigen Puddingfüllung und buttrigen Streuseln. Genau diese Variante backe ich euch: einen schnellen Quarkkuchen mit 500g Quark, bei dem der ganze Becher aufgebraucht wird und nichts halb angebrochen im Kühlschrank stehen bleibt. Das Ergebnis ist saftig, locker und im Anschnitt richtig schön dreischichtig.

Der Trick liegt für mich in zwei Dingen: Ich arbeite mit frischer Hefe und einem kleinen Vorteig, das macht den Boden lockerer als bei einem klassischen Mürbeteig. Und ich koche einen Vanillepudding vorab, den ich erst nach dem kompletten Auskühlen mit dem Quark verheirate. Wichtig ist nur eines: den Pudding wirklich auskühlen lassen, sonst wird die Füllung beim Spritzen zu flüssig. Hier kommt mein Rezept für den schnellen Quarkkuchen mit 500g Quark und Streuseln:

Rezeptvideo

Vorbereitung
1 Std.
Backzeit
50 min
Ruhezeit
n/a
Gesamt
1 Std. 50 min

Zutaten

Portionen
10 Stück

Vorteig

  • 85 g
    Mehl
  • 65 ml
    Milch
  • 8 g
    HefeFrisch

Hauptteig

  • Vorteig
  • 100 g
    Mehl
  • 30 g
    Zucker
  • 1 Prise
    Salz
  • 1 x
    Ei
  • 1 x
    Eigelb
  • 40 g
    Butterweich

Quarkfüllung

  • 100 ml
    Milch
  • 40 g
    Zucker
  • 1 x
    Ei
  • 40 ml
    Milch
  • 10 g
    Speisestärke
  • Vanillemark einer halben Schote
  • 130 g
    Quark
  • 20 g
    RosinenOptional

Streusel

  • 70 g
    Butter
  • 70 g
    Puderzucker
  • AromenPrise Salz, Etwas Vanille, ein Spritzer Zitrone
  • 115 g
    Mehl

Schritte

  1. Vorteig

    1. Mehl, Milch & Hefe vermengen und abgedeckt 45 Minuten ruhen lassen.

  2. Hauptteig

    1. Vorteig sowie alle Zutaten des Hauptteiges einige Minuten geschmeidig verkneten, dann abgedeckt 45 Minuten ruhen lassen.

    2. Wärenddessen die Quarkfülle herstellen.

  3. Quarkcreme

    1. Für die Quarkcreme die Milch, Vanillemark mit dem Zucker erhitzen. Die kleine Milchmenge mit Ei und Speisestärke gründlich verquirlen und ebenfalls zur Milch geben und unter rühren zum kochen bringen.

    2. Nach dem aufkochen vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen, dann den Quark und die Rosinen einrühren.

    3. Den Teig nun in eine Springform geben und bis zum Rand flach drücken, vorher ein Stück Backpapier in den Boden legen.

    4. Die Quarkcreme sollte auf Zimmer temperatur sein bevor sie in Kreisen auf den Boden dressiert wird.

  4. Streusel

    1. Für die Streusel in der Küchenmaschine mit dem Flachrührer herstellen, dann auf den Kuchen geben und ein letztes mal 30 Minuten ruhen lassen.

    2. Den Ofen nun auf 180°C Ober Unterhitze vorheizen.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Streusel auf Käsekuchen geben?
Ja, auf jeden Fall. Bei meinem Quarkkuchen kommen die Streusel sogar dazu, das ist der ganze Witz an dem Rezept. Wichtig ist, dass die Quarkmasse nicht zu flüssig ist, sonst sinken die Streusel ein. Deshalb arbeite ich mit einem festen, vorgekochten Pudding als Basis, der bindet alles schön zusammen.
Was ist der Unterschied zwischen Käsekuchen und Quarkkuchen?
In Deutschland sagen wir meistens Käsekuchen oder Quarkkuchen für dieselbe Sache, beide werden mit Quark gemacht. Der amerikanische Cheesecake ist was anderes, der wird mit Frischkäse gemacht und ist deutlich schwerer und cremiger. Mein Quarkkuchen ist lockerer, leichter und hat diesen typisch deutschen Charakter mit Hefeteigboden.
Wie werden meine Streusel richtig knusprig?
Knusprige Streusel kriegt ihr, wenn die Butter wirklich kalt verarbeitet wird oder bei Raumtemperatur, aber nicht weich angeschmolzen. Ich nehme Puderzucker statt Kristallzucker, das gibt eine feinere Textur. Und ihr solltet die Streusel nicht zu fein verarbeiten, kleine Klumpen sind genau richtig, dann bleiben sie beim Backen knackig.
Kann ich Streusel ohne Butter mit Quark machen?
Theoretisch ja, aber Butter ist bei klassischen Streuseln das, was sie knusprig macht. Wenn ihr Quark statt Butter nehmt, werden sie eher weich und teigig statt mürbe. Ich würde bei dem Klassiker bleiben und für den Quarkanteil lieber die Füllung machen, wofür der Quark in meinem Rezept eh gedacht ist.
Kann ich den Quarkkuchen einfrieren?
Ja, das geht super. Ich friere ihn portionsweise in luftdichten Boxen ein und lasse ihn dann bei Zimmertemperatur langsam auftauen. Über Nacht im Kühlschrank funktioniert auch. Im Geschmack merkt man kaum einen Unterschied, der Boden bleibt schön saftig durch die Quarkcreme.
Warum den Hefeteig mit der Gabel einstechen?
Wenn ihr den Hefeboden vor dem Belegen nicht einstecht, wirft er beim Backen große Blasen, dann habt ihr am Ende eine richtige Kraterlandschaft unter der Quarkcreme. Mit der Gabel kräftig einstechen, ruhig auch mehrfach, dann bleibt die Oberfläche schön eben und die Füllung verteilt sich gleichmäßig.

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