5.0 von 1 Bewertung

Butterkuchen mit Pudding

Butterkuchen mit Pudding
Drucken Pinnen

Frisch aus dem Ofen, die Butter in den Mulden noch flüssig, in der Mitte eine Schicht cremiger Vanillepudding und obendrauf ein paar weiche Apfelstücke mit Mandelstiften: Das ist mein Butterkuchen mit Pudding vom Blech, wie ich ihn am liebsten esse. Ein Klassiker mit kleinem Twist.

Statt nur Pudding obendrauf gibt es bei mir eine echte Füllung im Inneren. Ich backe den Butterkuchen ganz normal, halbiere ihn nach dem Auskühlen vorsichtig waagerecht und packe den abgekühlten Pudding plus mein selbst gemachtes Apfelkompott zwischen die Schichten. Der USP ist also die Konditor-Technik aus der Mailänder-Torten-Welt, nur eben am unkomplizierten Hefeblech statt an der Sahnetorte. Wichtig ist nur eines: den Pudding wirklich kalt werden lassen, bevor er auf den Boden kommt, sonst weicht der Kuchen unter der Creme durch. Hier kommt mein Rezept für den saftigen Butterkuchen mit Pudding vom Blech:

Rezeptvideo

Vorbereitung
50 min
Backzeit
20 min
Ruhezeit
n/a
Gesamt
1 Std. 10 min

Zutaten

Portionen
14 Stücke

Für den Hefeteig

  • 380 g
    Mehl405
  • 1/2 Würfel
    Hefe
  • 50 g
    Zucker
  • 1 x
    EiRaumtemperatur
  • 50 g
    Butterweich
  • 200 ml
    MilchWarm

Für den Belag

  • 100 g
    Buttergewürfelt, kalt
  • 70 g
    Zucker
  • 100 g
    Mandelngehobelt oder Stifte

Füllung

  • 700 ml
    Milch
  • 80 g
    Zucker
  • 80 g
    Speisestärke oder Puddingpulver
  • 4 x
    ÄpfelFuji oder Cox
  • 1 Prise
    Zimt
  • 1 Schluck
    RumOptional
  • 1 Paket
    Vanillinzucker

Schritte

  1. Hefeteig

    1. Eine Mulde ins Mehl formen, Zucker, Milch & Hefe rein geben und 10 Minuten quellen lassen, dann Butter & Ei dazu geben und zu einem Teig verkneten.

    2. Den Teig abgedeckt etwa eine Stunde ruhen lassen.

    3. Wärenddessen die Füllung kochen. Dazu einen Schluck der Milch mit Speisestärke & Ei gründlich verquirlen, die restliche Milch zum kochen aufsetzten.

    4. Sobald die Milch zu kochen beginnt, die Stärkemischung einrühren und unter rühren mindestens eine Minuten brodelnd aufkochen.

    5. Den Pudding umfüllen und abgedeckt auskühlen lassen.

    6. Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in Würfel schneiden. Mit etwas Zimt & Mandeln im Topf weich kochen, dann abkühlen lassen.

    7. Den Teig aus der Form holen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Auf etwa 1 - 1,5cm ausrollen dann mit einem Holzlöffel Löcher stechen und diese mit Butter füllen.

    8. Etwa 30 Minuten sollte der Teig ruhen, dann den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen und den Teig backen bis er goldig ist. (Etwa 20 Minuten) Nach Bedarf vor dem backen noch mit etwas extra Zucker bestreuen.

    9. Nach dem backen den Kuchen auskühlen lassen und waagerecht halbieren.

    10. Den Pudding kurz verrühren und anschließend die Äpfel unterheben, dann auf den Boden verstreichen und den Deckel auflegen.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich den Butterkuchen mit Pudding auch ohne Hefe backen?
Klar, das geht. Wenn ihr keine Lust auf Hefeteig habt, könnt ihr einen Mürbeteig oder einen Quark-Öl-Teig als Boden nehmen. Der Quark-Öl-Teig kommt am nächsten an die fluffige Hefeteig-Optik ran und braucht keine Gehzeit. Vom Geschmack her ist es ein bisschen anders, aber mega lecker und vor allem rucki zucki gemacht.
Wie verhindere ich, dass der Boden vom Pudding durchweicht?
Der wichtigste Punkt ist: der Pudding muss komplett kalt sein, bevor er auf den Boden kommt. Ich koche ihn deshalb immer ganz am Anfang, dann hat er während der Hefeteig-Gehzeit genug Zeit zum Abkühlen. Wer ganz sicher gehen will, bestreicht den unteren Boden vorher hauchdünn mit etwas weißer Schokolade oder warmer Aprikosenkonfitüre. Das versiegelt die Krümel und der Pudding zieht nicht ein.
Welche Äpfel passen am besten zur Füllung?
Ich nehme am liebsten Braeburn, Cox Orange oder Fuji. Die haben eine schöne Säure, die das Süße vom Pudding ausgleicht, und behalten beim Kurz-Andünsten ihre Form. Boskoop geht auch, der wird etwas weicher und gibt mehr Saft, dann lasse ich die Apfelmischung etwas länger einkochen, damit sie nicht zu flüssig auf dem Boden landet.
Wie lange hält sich der gefüllte Butterkuchen?
Mit Pudding-Füllung gehört der Butterkuchen unbedingt in den Kühlschrank. Dort hält er gut abgedeckt zwei bis drei Tage. Am besten schmeckt er meiner Erfahrung nach am ersten und zweiten Tag, danach wird der Boden langsam etwas weicher. Vor dem Servieren nehme ich ihn 15 Minuten vorher raus, dann kommen die Aromen vom Pudding und der Butter besser zur Geltung.
Kann ich den Butterkuchen mit Pudding einfrieren?
Den fertig gefüllten Kuchen würde ich nicht einfrieren, der Pudding zieht beim Auftauen Wasser und wird krümelig. Was super funktioniert: den Hefeteig-Boden ohne Füllung backen, abkühlen lassen und einfrieren. Am Tag der Verwendung den Boden auftauen, frischen Pudding kochen und Äpfel kurz dünsten, dann zusammenbauen. So hat man immer was auf Vorrat für spontanen Kaffeebesuch.
Brauche ich für die typische Ostfriesen-Variante eine andere Füllung?
Der ostfriesische Butterkuchen mit Pudding wird klassisch eher mit Mandelblättchen obendrauf und Pudding-Klecksen statt einer durchgehenden Pudding-Schicht gemacht. Wer die Variante nachbacken möchte, gibt den Pudding nicht in die Mitte, sondern setzt mit einem Spritzbeutel kleine Tupfen in die Mulden des fertigen Butterkuchens und streut großzügig Mandelblättchen drüber. Sieht super aus und schmeckt nach Bauernhofcafé an der Küste.

Kommentare

Hinterlasse deinen Kommentar