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Mokkatorte

Mokkatorte
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In der Konditorei lernt man als Erstes: eine richtig gute Mokkatorte lebt nicht vom Kakaopulver, sondern von echter dunkler Kuvertüre und knüppelheißem Espresso. Genau aus diesen beiden Zutaten rühre ich mir hier eine kleine Espresso-Ganache an, die gleichzeitig die Sahnefüllung würzt und die dunklen Biskuitböden tränkt. Das Ergebnis ist eine Torte mit ehrlichem Mokka-Aroma, ohne Likör, ohne Aroma aus dem Fläschchen, dafür mit echter Konditor-Tiefe und einer richtig samtigen Sahne.

Mein kleiner Insider-Trick aus dem Buch: ein Löffelchen Cappuccino-Pulver in die Ganache, das macht die Füllung extra cremig und gibt der Mokka-Sahne diese leicht karamellige Note. Wichtig ist nur eines: die Torte nach dem Einstreichen mindestens 23 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit die Schichten beim Anschnitt sauber stehen und der Mokka sich gleichmäßig durch die Füllung zieht. Obendrauf kommen Sahnerosetten und ein paar selbstgemachte Schoko-Wellen aus temperierter Kuvertüre, das gibt dem Klassiker einen modernen Look. Hier kommt mein Rezept für die cremige Mokkatorte mit Espresso-Ganache und dunklem Biskuit:

Rezeptvideo

Vorbereitung
20 min
Backzeit
35 min
Ruhezeit
n/a
Gesamt
55 min

Zutaten

Portionen
12 Stück

Mürbeteig

  • 110 g
    Butterweich
  • 70 g
    Puderzucker
  • 180 g
    Mehl
  • 2 TL
    Backkakao
  • 25 g
    Haselnüssegemahlen
  • 1 Prise
    Salz

Biskuit

  • 3 x
    EierRaumtemperatur
  • 110 x
    Zucker
  • 100 x
    Mehl
  • 1 TL
    Backpulver
  • 50 g
    Haselnüssegemahlen

Füllung

  • 100 g
    Kuvertürezartbitter
  • 2 x
    Espressi
  • 700 ml
    Sahne
  • 4 Paket
    Sahnesteif
  • 2 EL
    Zucker

Ausserdem

  • KuvertüreZartbitter
  • Sahne
  • Sahnesteif
  • Mokkabohnen

Das brauchst du

Schritte

  1. Mürbeteig

    1. Butter, Puderzucker und Salz vermegen.

    2. Mehl, Backkakao & Haselnüsse vermengen und einarbeiten.

    3. DenMürbeteig flach gedrückt und locker abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen bis der Biskuit aus dem Ofen kommt.

  2. Biskuit

    1. 26er Springform mit Backpapier auslegen. Ofen auf 170°C Umluft vorheizen.

    2. Eier mit Zucker & Salz 10 Minuten aufschlagen. Nüsse, Mehl, Backpulver & Backkakao vermengen und auf die Masse sieben. Vorsichtig unterheben, in die Form geben und im vorgeheizten Ofen ausbacken.

    3. Nach dem backen in der Form auf einem Gitter auskühlen lassen.

    4. Für den Mürbeteig den Ofen nun auf 190°C vorheizen.

    5. Den Mürbeteig einmal kurz geschmeidig kneten, mit etwas Mehl auf der Arbeitsfläche ausrollen, ausstechen und auf einem Blech mit Backpapier belegt goldig ausbacken, davor jedoch noch gründich mit einer Gabel einstechen um Blasenbildung zu vermeiden.

    6. Nach dem backen den Mürbeteig auf dem Blech vollständig auskühlen lassen.

    7. Den Biskuit aus der Form lösen und in 3 Böden schneiden.

    8. Etwas Nutella oder geschmolzene Schokolade auf dem Mürbeteig verstreichen, den unteren Boden auflegen und die Springform umstellen.

  3. Für die Fülle

    1. Die Schokolade grob hacken und mit dem heissen Espresso übergießen. Nach 2 Minuten die Ganache gründlich verrühren, dann abkühlen lassen.

    2. Die Sahne mit dem Zucker steif schlagen. Die Hälfte der Espresso Ganache in die Sahne laufen lassen, dann mit dem Sahnesteif abbinden.

    3. Etwa 1/3 der Mokka Sahne nun die Springform geben und mit einem Boden bedecken. Die restliche Espresso Ganache darauf träufeln und erneut 1/3 der Mokkasahne einfüllen. Den letzten Boden auflegen und mit der restlichen Sahne abschließen. Die Torte nun mindestens 3 Stunden kühlen.

    4. Für den Dekor den Kaffee mit der Schokolade zu einer Ganache vermengen und abkühlen lassen.

    5. Die abgekühlte Ganache in der Mitte der Torte auftragen.

    6. Die Sahne aufschlagen, die Springform entfernen und die Torte einstreichen. Dabei etwas Sahne für Rosetten reservieren.

    7. Die Schokoladenraspel am Rand der Torte auftragen, die restliche Sahne mit einem Spritzbeutel aufdressieren und mit Mokkabohnen ausgarnieren.

Häufig gestellte Fragen

Welche Schokolade nehme ich für die Mokkatorte am besten?
Ich arbeite mit dunkler Kuvertüre, also mit echter Couverture und nicht mit Kuchenglasur. Die hat mehr Kakaobutter und schmilzt sauber mit dem heißen Espresso zur Ganache zusammen. Wenn ihr keine Kuvertüre habt, geht auch eine gute Zartbitterschokolade ab 60 Prozent, einfach grob hacken bevor der Espresso drauf kommt.
Kann ich die Mokkatorte auch mit hellem Boden backen?
Ja, das geht super. Ich nehme hier einen dunklen Schokoboden, weil das geschmacklich noch eine Schippe drauflegt. Mit einem hellen Biskuit wird die Mokkatorte feiner und der Mokka-Geschmack tritt durch die Espresso-Ganache und das Tränken der Böden trotzdem deutlich hervor.
Wie lange muss die Mokkatorte im Kühlschrank durchziehen?
Bei mir steht die Torte mindestens 23 Stunden im Kühlschrank, also einmal komplett über Nacht plus ein paar Stunden am nächsten Tag. Das ist wichtig, damit die Sahne durchzieht, der Mokka-Geschmack sich verteilt und die Schichten beim Anschnitt sauber halten.
Brauche ich für die Mokka-Sahne unbedingt Sahnesteif?
Ja, ich gebe immer Sahnesteif dazu. Die Sahne muss die warme Espresso-Ganache aufnehmen und trotzdem standfest bleiben, damit die Torte tagelang ihre Form hält. Ohne Sahnesteif wird die Füllung schnell weich, vor allem wenn die Torte mal eine Stunde aus dem Kühlschrank steht.
Was kann ich tun, wenn meine Sahne sich beim Aufschlagen zu trennen beginnt?
Das passiert ehrlich gesagt jedem mal, mir auch. Wenn die Sahne anfängt zu flocken und sich Buttertröpfchen bilden, ist sie überschlagen. Dann hilft nur eins: frische, kalte Sahne dazu nehmen und vorsichtig unterheben, oder die Schüssel einmal komplett neu anfangen. Deshalb schlage ich die Sahne immer nur halbsteif, bevor ich die Ganache einrühre.
Wie mache ich die Schoko-Wellen für die Deko?
Ich temperiere dunkle Kuvertüre, streiche sie dünn auf die glatte Rückseite einer Folie, zum Beispiel auf Transferfolie oder einen Schnellhefter-Einleger. Dann lasse ich sie kurz anziehen, bis sie wachsweich ist, und ziehe mit dem Spachtel oder einer kleinen Palette Streifen ab. Die Streifen lege ich locker auf die Torte, dadurch bekommen sie diese natürliche Wellenform.

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